17.10.2016

Tag der offenen Tür 2016

Auch wenn auf der Front „Feuerwache 4 Schwabing“ steht, fragen sich doch viele, was ist da drin, welche Menschen arbeiten dort, und wie ist das z.B. ganz genau mit den Rutschstangen?

Am Samstag den 10.09.2016 war es soweit, pünktlich um 11:00 Uhr und bei bestem Wetter, öffneten die Leute der Berufs- (BF) und Freiwilligen Feuerwehr (FF) München, die Mitglieder des Roten Kreuzes (RK) und der Johanniter Unfallhilfe (JUH) wirklich alle ihre 39 Hallentore, um den Münchner Bürgern und interessierte Gäste aus Nah und Fern zu zeigen, was die Stadt München in den letzten Jahren in der Heßstraße gebaut hat. Die Einladung nahmen viele Gäste an und so streiften den ganzen Tag über ca. 10.000 Besucher über das Gelände der neuen Feuerwache. Dazu hatten die Gastgeber viel vorbereitet und konnten mit so mancher Überraschung und neuen Information aus der „Welt der Retter“ aufwarten.

Gleich vorne auf der großen Ausfahrtsfläche an der Heßstraße erwarteten die Besucher Drehleiter- und Löschfahrzeuge aus mehreren Altersgenerationen, und auch die Hubrettungsbühne (HRB) stand dort, mit der man bis zu 54m in die Höhe fahren kann. In Verbindung mit der HRB wurde auch immer wieder gezeigt, wie die Zusammenarbeit zwischen den Höhenrettern der BF und der Rettungshundestaffel funktioniert, in dem Rettungshund und Hundeführer gemeinsam aus dem Korb in ca. 40m Höhe per Seil abgelassen wurden. In der großen Fahrzeughalle des Vordergebäudes waren auch die verschiedenen Komponenten und Module ausgestellt, die die Feuerwehr permanent für einen „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) vorhält. Hier konnte man sich über die Notarzteinsatzfahrzeuge, den Großrettungstransportwagen und den MANV-Container umfassend informieren. Auch die Rettungsdienstorganisationen waren mit jeweils einem Gerätewagen-Sanität und einem Krankentransportwagen Typ B bei der Ausstellung vertreten. Kam man dann in die Fahrzeughallen des rückwärtigen Teil des Vordergebäudes, wurde durch die FF an einem halb zerlegten Schrottauto gezeigt, wie die verschiedenen Geräte zur technischen Hilfeleistung (Schere, Spreitzer) bei einem Verkehrsunfall funktionieren.

Gleich gegenüber, in der Durchfahrt zwischen Vorder- und Rückgebäude, präsentierten die BF und FF gemeinsam, was in München für Fahrzeuge und Ausrüstung für Gefahrstoffeinsätze bereitgehalten werden. Wagte man sich dann noch weiter vor, traf man auf den Bereich für die kleineren Gäste. Hier waren eine Hüpfburg, eine Spritzwand und ein Stand zum Kinderschminken vorbereitet. Auch konnten sich hier Jugendliche über eine Mitgliedschaft bei der Jugendfeuerwehr informieren. Wer nach den ersten Eindrücken dann langsam Hunger bekam, der war in der großen Fahrzeughalle der FF Abteilung Stadtmitte an der richtigen Stelle. Hier hatten die Freiwilligen und Mitglieder des Roten Kreuzes reichlich zu Essen und zu trinken vorbereitet, so dass man sich für die weitere Erkundung des Geländes stärken konnte.

War man dann satt, bot sich im östlichen Teil des Areals die Möglichkeit, in den Fahrzeughallen der Hilfsorganisationen an einem Erste-Hilfe-Parcours teil zunehmen und sein Wissen z.B. zur „Herz-Lungen-Wiederbelebung“ oder „stabilen Seitenlage“ aufzufrischen. An vorbereiteten Übungspuppen gab es die Möglichkeit, die neuen Informationen gleich in die Praxis umzusetzen. Gleich daneben, auf dem Übungshof und am Trainingsturm des Geländes wurde im Laufe des Tage mehrfach gezeigt, wie am Beispiel eines Zimmerbrandes die Alarmierungskette abläuft. Dabei konnte man sehen wie Rauch aus den Fenstern des Turmes drang und jeweils eine Person auf dem Dach und am Fenster im zweiten Stock um Hilfe rief. Der Moderator bat einen Zuschauer, den notwendigen Notruf bei 112 abzusetzen und alle Anwesenden bekamen dann über die Wachdurchsage mit, wie die Rettungseinheit aus FF-Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF), BF-Drehleiter und des Rettungswagens (RTW) des RK bzw. JUH alarmiert wurden. Diese waren dann schnell da, und in kürzester Zeit waren die Personen gerettet, verarztet und das Übungsfeuer gelöscht. In einer weiteren Schauübung zeigte das Rote Kreuz, wie man sich in einer Notsituation, die einen überall treffen kann, richtig verhält. Es ergab sich, das mitten auf dem Übungshof eine Person zusammengebrochen war. Der Moderator bat zwei Anwesende die ersten Schritte der Rettung vorzunehmen, und erklärte den Zuschauern wie man sich in so einer Situation reagieren soll. Nach dem absetzten des Notrufs kamen ein HLF als First-Responder und ein etwas später RTW, und diese Einheiten übernahmen die professionelle Rettung. Auch die Jugendorganisationen kamen zum Zug. In einer gemeinsamen Schauübung, bestehend aus Jugendlichen der FF und der Rotkreuz-Jugend wurde eine Einsatzlage schnell abgearbeitet und die Zuschauer bekamen dadurch einen guten Eindruck über den Leistungsstand der jungen Leute.

Im Obergeschoß des Rückgebäudes wartete auf die Gäste eine Historische Ausstellung über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr in München und gleich daneben kamen die Modelbaufreunde bei einer umfangreichen Miniaturausstellung voll auf ihre Kosten. Auch die Ausgabe der Tombolagewinne war auf diesem Stockwerk untergebracht. Und es zeigte sich, dass zahlreiche Besucher des Aktionstages viel Glück beim Ziehen der angebotenen Lose hatten. Großen Anklang fanden auch die Führungen durch die Wachgebäude. Dabei erklärten die Feuerwehrleute von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr den Gästen in zahlreichen Rundgängen, was die Wache für Räumlichkeiten hat und wie diese verwendet werden. Es wurde erläutert, wie man die Rutschstangen unfallfrei bedient und auch so manches Detail über das gemeinsame Leben auf dem neuen Wachgelände wurde ausgeplaudert. Nach dem am späten Nachmittag die letzte Einsatzübung abgearbeitet war und die Gäste viele Eindrücke und Informationen über die Münchner Rettungsorganisationen bekommen hatten, rückte der Aktionstag seinem Ende entgegen und das Eingangstor zur Wache schloss sich langsam wieder. Manche Besucher blieben noch zum Abschlussfest in der Fahrzeughalle der Abteilung Stattmitte und genehmigten sich bei den beschwingten Rhythmen von der Band „The White“ noch ein gemütliches Bier. Die Feuerwehrleute und Mitglieder Hilfsorganisationen von der Feuerwache 4 waren fast etwas überrascht von dem großen Interesse dass das neue Gelände hervorgerufen hatte. Aber alle Verantwortlichen und Helfer waren mit dem ersten „Tag der offenen Tür“ auf der Feuerwache 4 hoch zu frieden.

 

Markus Richter

Abteilungsführer





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